Was ist Integrierte Fernerkundung?

Der Forschungsschwerpunkt der integrierten Fernerkundung der Arbeitsgruppe von Prof. Susanne Crewell liegt in der Kombination von modernsten Fernerkundungsmethoden und atmosphärischen Modellen. Ziel ist ein verbessertes Verständnis des atmosphärischen Wasserkreislaufes. Dazu werden

  • Messungen zur Evaluierung / Verbesserung von Modellen verwendet
  • Modellsimulationen zur Verbesserung von Beobachtungsmethoden genutzt

Eine zentrale Komponente spielt dabei die Mikrowellenradiometrie. In diesem Bereich werden neuartige Mikrowellenradiometer zur verbesserten Erfassung der Atmosphäre konzipiert und erprobt, sowie Studien zu zukünftigen Satelliteninstrumenten durchgeführt. Besonders relevante Parameter sind Flüssigwasser- und Schneegehalt, sowie die räumliche Variabilität des Wasserdampfes. Letztere hat auch Anwendungen in der Satellitenkommunikation und der Astronomie.

Die synergetische Nutzung von Mikrowellenradiometern, Wolkenradar und Lidar hat ein großes Potential den Atmosphärenzustand (Temperatur- und Feuchteprofile sowie Wolkenparameter) genau zu erfassen. Dazu werden kombinierte Auswertealgorithmen (Integrated Profiling Technique - IPT), die auch eine Charakterisierung des Beobachtungsfehlers erlauben, entwickelt und Dauermessungen an sogenannten Ankerstationen ausgewertet.

Die Arbeitsgruppe arbeitet eng mit verschiedenenen Modellierern zusammen. Insbesondere Vorhersagen der Modelle des Deutschen Wetterdienstes DWD (COSMO-DE, COSMO-EU, GME) werden mit Beobachtungen verschiedenster Art (Regenmesser, Radar, Satelliten, GPS etc.) im Rahmen der General Observation Period (GOP) evaluiert.