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Was ist Regionale Klimaforschung?

Das Hauptarbeitsgebiet der Arbeitsgruppe von Prof. Kerschgens/PD Dr. Pinto "Regionale Klimaforschung" (RegClim) ist die Analyse großskaliger Klimavariabilität und deren Einfluss auf regionaler Ebene. Dabei werden auch mögliche Auswirkungen des Klimawandels untersucht. Die Forschung umfasst im Wesentlichen folgende Themen:
- Großskalige Klimavariabilität auf verschiedenen Zeitskalen, wie z.B. die Änderung von großskaligen Antriebsmechanismen, typischen Wetterlagen oder von Zyklonen und deren Zugbahnen.
- Extremwetterereignisse in Europa, wie z.B. Stürme und schwerwiegende Niederschlagsereignisse / Überschwemmungen; Nutzung von verschiedenen Diagnosetechniken und hochauflösenden Modellen (u.a. COSMO-CLM) zur Untersuchung ihrer Auswirkungen.
- Allgemeine Klimavariabilität bezüglich Niederschlag und deren Einfluss auf Trinkwasserverfügbarkeit, Gletscher und Landwirtschaft, wie z.B. Weinanbau (Europa, Afrika, Zentralasien).
- Windenergiepotential in Europa unter gegenwärtigen und zukünftigen Klimabedingungen.
Zu den wesentlichen Aufgaben von RegClim gehört die Entwicklung und Anwendung von statistisch-dynamischen Methoden. Statistisch-dynamisches Downscaling kombiniert hochauflösende regionale Klimamodellierung und statistische Regionalisierung. Die statistischen Verfahren werden entweder auf Reanalysen oder auf den Output globaler Klimamodelle angewandt. Dabei ist optional eine probabilistische Vorhersage möglich. Die Methode wurde zunächst auf Stürme über Deutschland angewandt. Aktuell wird sie mit einer probabilistischen Erweiterung für die Analyse von Stürmen, Windenergie und Starkniederschlagsereignissen über Europa genutzt.
