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Was ist Regionale Klimaforschung und tropische Meteorologie?

Das Hauptarbeitsgebiet der Arbeitsgruppe von PD Dr. Pinto "Regionale Klimaforschung" (RegClim) ist die Analyse großskaliger Klimavariabilität und deren Einfluss auf regionaler Ebene. Dabei werden auch mögliche Auswirkungen des Klimawandels untersucht. Die Forschung umfasst im Wesentlichen folgende Themen:

  • Großskalige Klimavariabilität auf verschiedenen Zeitskalen, wie z.B. die Änderung von großskaligen Antriebsmechanismen, typischen Wetterlagen oder von Zyklonen und deren Zugbahnen.
  • Extremwetterereignisse in Europa, wie z.B. Stürme und schwerwiegende Niederschlagsereignisse / Überschwemmungen; Nutzung von verschiedenen Diagnosetechniken und hochauflösenden Modellen (u.a. COSMO-CLM) zur Untersuchung ihrer Auswirkungen.
  • Allgemeine Klimavariabilität bezüglich Niederschlag und deren Einfluss auf Trinkwasserverfügbarkeit, Gletscher und Landwirtschaft, wie z.B. Weinanbau (Europa, Afrika, Zentralasien).
  • Windenergiepotential in Europa unter gegenwärtigen und zukünftigen Klimabedingungen.

Zu den wesentlichen Aufgaben von RegClim gehört die Entwicklung und Anwendung von statistisch-dynamischen Methoden. Statistisch-dynamisches Downscaling kombiniert hochauflösende regionale Klimamodellierung und statistische Regionalisierung. Die statistischen Verfahren werden entweder auf Reanalysen oder auf den Output globaler Klimamodelle angewandt. Dabei ist optional eine probabilistische Vorhersage möglich. Die Methode wurde zunächst auf Stürme über Deutschland angewandt. Aktuell wird sie mit einer probabilistischen Erweiterung für die Analyse von Stürmen, Windenergie und Starkniederschlagsereignissen über Europa genutzt.

 

Der Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Andreas Fink ist die tropische und subtropische Meteorologie. In den letzten Jahren und Jahrzehnten wurden zahlreichen atmosphärische Vorgänge in den Tropen untersucht. Im Vordergrund steht die Diagnose und Modellierung von größerskaligen physikalischen Prozessen im Bereich des westafrikanischen Monsuns und im Rahmen von tropisch-extratropischen Wechselwirkungen. Aktiv beteiligte sich die Arbeitsgruppe an Messkampagnen in Westafrika – einer Region mit wenigen und unvollständigen Messreihen. Insbesondere ist die Arbeitsgruppe auch fachübergreifend in und mit anderen Disziplinen tätig. So wird zur Zeit beispielsweise der Einfluss des Klimawandels auf die Malaria untersucht.

Außerhalb der Tropen befasst sich die Arbeitsgruppe mit den synoptischen und dynamischen Aspekten von extremen Wetterereignissen in den ariden Gebieten Nordafrikas (Staubstürme, Sturzfluten) und in Europa (Winterstürme, Hochwasser, Hitzewellen, Großschneefälle).